Liebe Wohlener:innen
Vor ein paar Jahren nahm ich an einem Info-Abend über „Digitale Medien und Schulkinder“ teil. Die Empfehlung war damals: schon ab 9 oder 10 Jahren ein „Probehandy“ – mit klaren Regeln natürlich! Der nächste Schritt: ein eigenes Handy, aber nur mit festen Apps und Zeitlimits.
Heute liest und hört man überall darüber – und die Meinungen gehen auseinander, wann Kinder wirklich bereit sind für ihr erstes Handy. Die Chancen der digitalen Welt sind klar, doch gerade in der Frühpubertät steigen auch die Risiken. Experten raten mittlerweile oft, Handys erst ab 14 Jahren zu erlauben, Social Media sogar erst ab 16. Einige Schulen verbieten Handys bis zu einem bestimmten Alter, und Eltern schliessen sich zusammen, um Lösungen zu finden.
Aber was ist der richtige Weg? Was passt besser für unsere Kinder?
Ich selbst habe darauf keine Patentantwort, deshalb suche ich den Austausch mit anderen Eltern. Was ich bisher mitgenommen habe: Kinder unter 14 sollten vor allem echte Sozialkontakte erleben. Das stärkt sie für die Herausforderungen des Lebens. Und gerade in der Pubertät sind junge Menschen besonders anfällig für Abhängigkeiten. Klare Regeln und Begleitung sind deshalb essenziell – und die Förderung von echten Begegnungen ein wichtiger Ausgleich.
Ich bin überzeugt, dass ein regelmässiger und offener Dialog zwischen Eltern, Jugendlichen und Schulen uns weiterbringen kann: gemeinsam Erfahrungen teilen und Wege finden, die unsere Kinder vernetzt und resilient für die Zukunft machen.
Maria-Pia Gennaio Franscini, Geografin